Landstreicher Konzerte GmbH & Landstreicher Kulturproduktionen GmbH

Mo, 18.05.2020 · Steve Reich: Six Pianos / Terry Riley: Keyboard Study #2  

Präsentiert von: Apollo Radio Gewandhaus zu Leipzig, Leipzig Einlass: 19:00 · Beginn: 20:00 · Preis: ab 25 € zzgl. Geb. Tickets Teilnehmen

Tickets sind online sowie an allen bekannten VVK-Stellen erhältlich.


Gregor Schwellenbach – Klavier
John Kameel Farah – Klavier
Erol Sarp – Klavier
Daniel Brandt – Klavier
Paul Frick – Klavier
Kai Schumacher – Klavier

spielen
Steve Reich: Six Pianos
Terry Riley: Keyboard Study #2
sowie eigene Werke

Nach ausverkauften Konzerten in der Kölner Philharmonie, der Bundeskunsthalle in Bonn, der Hamburger Elbphilharmonie und dem Großen Sendesaal des rbb kommt das von Gregor Schwellenbach gegründete Projekt „Six Pianos“ für ein Konzert in Leipzig zusammen: Am 18.05.2020 setzen sich die Pianisten im Gewandhaus zu Leipzig an Steve Reichs meisterhafte Komposition für sechs Konzertflügel, erweitern ihr Programm aber neben eigenen Werken um einen weiteren großen Klassiker der Minimal Music – Terry Rileys „Keyboard Study #2“.

„Six Pianos“, komponiert von Steve Reich im März 1973, war ursprünglich für alle verfügbaren Pianos in einem New Yorker Klaviergeschäft konzipiert, doch Reich empfand den daraus resultierenden Klang als zu dicht. Also beschränkte er sich auf sechs Klaviere, die auf engem Raum platziert ein sehr präzises Timing ermöglichen.

Wenn auch dem heutigen Publikum etwas weniger bekannt als Reich oder Glass, ist Terry Riley ebenso einer der großen Pioniere des musikalischen Minimalismus. Er komponierte mit „In C“ und auch den „Keyboard Studies“ bereits 1964 und 1965 gewissermaßen die Ursonaten dieses Musikgenres.

Beide Kompositionen folgen mit einer kurzen, rhythmisch-melodischen Figur den typischen Strukturen der Minimal Music: Aus einer Reihe von Wiederholungen und Variationen, die die Musiker teils synchron, teils um einige Takte versetzt spielen, ergibt sich das sogenannte „Phasing“, bei dem sich musikalische Patterns übereinander lagern. Das einzelne Spiel geht auf in einer Art musikalischer Trance, die den Hörer allmählich mit einer geradezu meditativen Spannung auflädt. Im Unterschied zum Stück „Six Pianos“, bei dem jeder Ton durchkomponiert ist, spielen und variieren die Musiker die Patterns bei Rileys „Keyboard Study #2“ nach Belieben.

Gregor Schwellenbach, John Kameel Farah, Erol Sarp, Daniel Brandt, Paul Frick und Kai Schumacherentspringen einer neuen Generation von Pianisten, die – klassisch ausgebildet – einen ganz selbstverständlichen Umgang mit moderner Pop- und Clubmusik pflegt. Allen gemeinsam ist zudem ein starker Bezug zu den Werken der Pioniere der Minimal Music: Trotz unterschiedlicher Ansätze bilden die Klangforschungen einen Ausgangspunkt für ihr eigenes Schaffen, bei dem sie zwischen Elektronik, Jazz und zeitgenössischer Musik immer wieder innovative Musik hervorbringen.

Ein Projekt von:

Gregor Schwellenbach

Als Musiker an zwölf verschiedenen Instrumenten ist Gregor Schwellenbach meistens unterwegs, in verschiedenen Szenen von Pop bis zu Neuer Musik und zurück. Seine Kompositionen sind in Film und Fernsehen so gefragt wie in Theatern im ganzen Land.

Mit allen subkulturellen Wassern gewaschen und getarnt als genialer Dilettant zieht er im richtigen Moment allerdings doch gerne die Karte des an der Hochschule erlernten, klassischen Kompositionshandwerks. Des Weiteren hat er Elektronik für Performance-Spektakel programmiert, Werbemusik dirigiert, Hörspiele produziert und eine Oper über Zucker geschrieben. Seine Lust an subversiver Konzeptionalität, sein gnadenloser Spieltrieb und sein Mut zur eingängigen Melodie verbinden ihn mit der Musik des Kölner Labels Kompakt, deren vormals rein elektronische Tanzflur-Kracher er mit Bleistift in Partituren festgehalten und zu herzzerreißenden, polyphonen Studien umgeformt hat. 

John Kameel Farah

John Kameel Farah führt seine Musik meist unter simultaner Verwendung von Klavier, Computer, Synthesizern und Elektronik auf. Seine Stücke sind Hybride aus Improvisation, Komposition und elektronischer Musik – beeinflusst durch Elemente früher und barocker Tastenmusik, Musik aus dem Nahen Osten, elektronischer Tanzmusik und elektro-akustischen Klängen.

Erol Sarp (Grandbrothers)

Die Grandbrothers machen kontemporäre Klaviermusik, die sehr von den experimentellen Größen des Genres, aber auch von neuer, elektronischer Musik geprägt ist, und stehen für eine erstaunliche Verbindung Analogem und Digitalem. Sie schaffen es, dass sich ein Flügel wieder aufregend und abenteuerlich anhört.

Daniel Brandt / Paul Frick (Brandt Brauer Frick)

Brandt Brauer Frick ist ein Techno-Projekt aus Berlin. Die Basis des Projekts bilden Klänge aus dem Instrumentarium der klassischen Musik, welche anfangs gesampelt, später in einem zehnköpfigen Ensemble auch live aufgeführt werden. Daniel Brandt hat zwei Solo-Alben auf dem renommierten Londoner Avantgarde-Label Erased Tapes (u.a. Ólafur Arnalds, Nils Frahm, Kiasmos, Peter Broderick) veröffentlicht.

Paul Frick studierte Komposition bei Friedrich Goldmann an der Universität der Künste Berlin und blieb dort bis 2008 als Meisterschüler. Paul Frick ist außerdem Produzent, DJ und Remixer und mit dem Berliner Label »Neue Meister« verbunden.

Kai Schuhmacher

Kai Schumacher nutzt seine klassische Ausbildung an der Folkwang-Hochschule Essen, um das scheinbar Unvereinbare zu vereinen: Der „Punk-Pianist“ (BR-Klassik) verwischt in seinen Konzerten die Grenzen von klassischer Avantgarde und Popkultur, ohne dabei in ausgetretenen Crossover-Pfaden steckenzubleiben. Ein Schwerpunkt in Schumachers Solo-Repertoire liegt dabei auf der amerikanischen Klaviermusik des späten 20. und des 21.Jahrhunderts. Mit „Beauty in simplicity“ (Neue Meister) veröffentlichte Schumacher 2017 sein Solo-Debüt mit Originalkompositionen und eigene Bearbeitungen für Klavier und „enhanced piano“zwischen Meditation und Manie. In Werken aus drei Jahrhunderten von Erik Satie, Steve Reich oder Moderat trifft Minimal Music auf ihre ästhetischen Wegbereiter und Epigonen aus Ambient, Techno und Postrock.

Es gelten folgende Altersbeschränkungen:

Unter 06 Jahre: Kindern unter 6 Jahren ist der Zutritt zu Veranstaltungen auch in Begleitung eines Erziehungsberechtigten untersagt.

Unter 18 Jahre: Zutritt ohne Begleitperson - nach Vorlage eines Lichtbildausweises (Personalausweis oder Krankenkarte).

Unter 16 Jahre: Zutritt NUR in Begleitung eines Sorgeberechtigten oder einer – vom Sorgeberechtigten beauftragten – volljährigen Person. Hierfür muss vom Sorgeberechtigten ein Erziehungsauftrag vollständig ausgefüllt und unterzeichnet werden. Das Formular findest du HIER zum Download. Bitte beachte, dass sowohl der zu Beaufsichtigende als auch die erziehungsbeauftragte Person einen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Krankenkarte) vorlegen müssen. Schülerausweise haben hier keine Gültigkeit.

Für die Veranstaltung gilt folgender Hinweis:

Der Zutritt zu der Veranstaltung ist mit Rucksäcken und Taschen nicht gestattet, da die intensive Kontrolle derer den Einlass für alle Konzertgäste verzögert! Lasst Taschen & Rucksäcke also bitte zu Hause. Kleine Gym-Bags, Jutebeutel und Handtaschen (kleiner als A4) sind von dieser Regel ausgeschlossen. Sperrige Gegenstände wie Regenschirme, iPads, Kameras mit Wechselobjektiv oder Selfie-Sticks sind ebenfalls verboten.

Location:
Gewandhaus zu Leipzig Augustusplatz 8
04109 Leipzig